Hawks Effect, Episode IV: Laurina Rising

Hawks Effect, Episode IV: Laurina Rising
Hawks Effect, Episode IV: Laurina Rising

 Das Aeternus Platoon um Lieutenant Asamodai, welches Laurina beschützen soll, wird in die Enge getrieben. Jetzt bleibt nur noch die Flucht nach Sub Lupina, einer vorgelagerten Insel, die von Wölfen bevölkert wird, welchen der Hüter der Quelle vor Tausend Jahren einst Intelligenz verlieh. Doch die grösste Gefahr ist das Heer von Draconista auf ihren Fersen, welches durch eine ganze Truppe von Praetoren begleitet wird.

Schon bald kommt es zu einer erbarmungslosen Schlacht, in welcher unsere Freunde hoffnungslos in der Unterzahl sind. Reicht Laurinas ominöse und kapriziöse Macht noch aus, um hier zu gewinnen? Es scheint so, aber der Preis, den Laurina zahlt, ist hoch …

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Hawks Effect, Episode III: Dangerous Reunion

Hawks Effect, Episode III: Dangerous Reunion
Hawks Effect – Episode 3

Episode 3 ist der bislang actionreichste Abschnitt der bisherigen Geschichte. Zudem ein erstes Wiedersehen mit Galicia und Sinza, die ja bisher nur im Prolog einen Auftritt hatten. Während Laurina dazu ausersehen ist, in der Arena zum Amüsement der Zuschauer zu sterben, sind Galicia und Sinza Gefangene mit Kampfauftrag. Als Galicia ihre Schwester plötzlich auf den Bildschirmen ihrer Gefängniszelle im Kampf gegen einen Behemoth sieht, ist das der letzte Impuls einen äusserst gewagten Fluchtplan in die Tat umzusetzen. Mehr lesen

Jack Abbotts Schatz

Jack Abbotts Schatz
Jack Abbotts Schatz

Vor vielen Jahren veröffentlichte ich einen Sammelband mit dem Titel „Bis ans Ende aller Welten“. Wer den besitzt, muss diese Ausgabe jetzt nicht kaufen (obwohl zwei Geschichten drin sind, die so in noch keinem Sammelband erschienen sind). Dieses gebundene und überaus teure Buch war dann irgendwann vergriffen und es bestand kein Interesse, es nachzudrucken. Also erlaubte ich dem Endeavour Verlag, die Stories als E-Book herauszubringen. Doch seit einigen Jahren ist er auch dort nicht mehr verfügbar, man sucht danach vergebens. Deshalb freut es mich, dass der Trivocum Verlag beschlossen hat, diesem unwürdigen Zustand ein Ende zu setzen. Nun gibt es also „Jack Abbotts Schatz“ mit einem wundervollen Coverbild von Jonny Lindner als Taschenbuch und E-Book erneut zu kaufen. Hier sind nur die „langen“ Erzählungen drin, die kurzen sind alle in „Bombay Business“ enthalten. Wenn man also beide Bücher besitzt, hat man meine gesamte Kurzprosa.

In „Bis ans Ende aller Welten“ gab es ein Nachwort, in welchem ich ein wenig über die „Geschichte hinter den Geschichten“ resümierte. Dieser Epilog ist in der neuen Ausgabe nicht mehr drin. Daher bringe ich ihn hier online, falls sich irgendjemand dafür interessiert. Ergänzt um die Geschichten, die in BaEaW fehlten. Viel Spass. Mehr lesen

Microstory Nr. 9: Der Tacho

Mitten auf der Autobahn stieg er plötzlich wie ein  Idiot in die Eisen, scherte aus und fuhr auf den Seitenstreifen.

„Was’n los? Spinnst du?“

„Warte doch’n Moment!“

Er stierte auf den Tacho.  Die letzten Meter  rollte  er aus und bremste dann sanft.

„Hurra! Ich habs mal wieder!“

„Was denn, verdammt?“

„Schau mal auf’n Tacho.“

Sie  schaute drauf.  „Wieso das denn?  Ach  so:  2017  komma neun. Okay, ganz witzig. Könn‘ wir jetz weiterfahrn?“

„Nein, nein, nein. Du verstehst nicht, kannst du ja auch gar nicht wissen! Ich hab da so ein Ritual…“

„Oh Gott ‑ er hat ein Ritual!“

„Ja  genau.  Weißt du,  ich bin ja nich besonders  abergläubisch,  aber jedesmal,  wenn der Tacho genau die  Jahreszahl und  den  Monat anzeigt,  der gerade  läuft,  dann  muß  ich einfach aussteigen und Gott dafür danken,  daß er mir dieses Jahr geschenkt hat. Und dann schenkt er mir nämlich noch ein Jahr. Kapiert? Ein Jahr ohne Sorge! Klappt immer!“

Er  stieg aus dem Wagen aus und sprang wie ein Irrer  auf dem  Seitenstreifen  herum.   Vollführte  allerlei  seltsame Verrenkungen und so’n Zeugs.  Bis ihn ein Lastwagen  erfasste und  gegen  die Leitplanke  schleuderte.  Während  sein  Blut eimerweise  über  die  Fahrbahn  rann,   öffnete  sie   die Beifahrertür, kotzte auf die Straße und murmelte: „Oh Gott.  Ich danke dir,  daß du mir ein weiteres Jahr  mit diesem Affen erspart hast.“

Microstory Nr. 11: Die Trottel von der Zeitpolizei

Es war nachts um drei, als dieser Mensch plötzlich vor mir auf der Zeil auftauchte. Ich bekam wirklich einen gewaltigen Schreck.

„Verzeihen Sie,“ sagte er milde. „Nicht erschrecken. Ich komme aus der Zukunft!“

Ich nickte nur verkrampft.

„Ich bin hier, um sie von dem Diktator zu befreien. Von Sigurd Köhler, diesem schrecklichen Tyrannen und Unterdrücker, was sagen Sie dazu?“

Ich muß ihn wohl eine Weile sprachlos angesehen haben, denn er strahlte wie ein Honigkuchenpferd. Indes – ich kannte keinen Sigurd Köhler. Und einen Diktator, der einen unterdrückt, sollte man ja zumindest kennen, oder?

„Ich kenne keinen Sigurd Köhler,“ erklärte ich. „Und einen Diktator, der einen unterdrückt, sollte man doch zumindest kennen, oder?“

Er starrte mich an. „Oh.“

Dann stammelte er. „Da war wohl schon einer vor mir da.“ Und verschwand wieder wie ein Spuk.

Deutsch ist Glückssache

Deutsch ist Glückssache

Patakaustik ist ein von Rael Wissdorf kreiertes Kunstwort, welches sich an die Pataphysik anlehnt. Wer hat sich nicht schon über die Verwendung von Begriffen geärgert? Sei es im normalen Gebrauch oder auch in der Werbung oder den Medien allgemein. Redewendungen wie „auf deutsch gesagt“ grassieren meist an Stammtischen, aber „im Endeffekt“ wird auch gern in der Sportschau gebraucht. Oder auch der verschwenderische Einsatz von Anglizismen, seien sie nun korrekt oder falsch, wie „Challenge“ (Warum darf es keine Herausforderung mehr sein?) oder „Performance“. Songs werden nicht mehr gesungen, sie werden „performed“.

Der selbsternannte „Sprachtaliban“ Rael Wissdorf regt sich jedenfalls mächtig darüber auf. Mit wütendem und zugleich witzigem Elan macht er sich über die Idiotien des modernen Sprachgebrauchs her. Aber seine scharfzüngigen Analysen machen vor Sprache allein nicht halt: so begibt sich der Erfinder der Patakaustik fröhlich auf jedes Glatteis menschlicher Weltdeutung – wobei er Esoteriker als beliebteste Zielscheibe mit Hohn und Spott bewirft. Dabei vertritt er die kühne These, dass Sprachfähigkeit und Denkfähigkeit sehr eng zusammenhängen. Damit wird sein Kampf für eine bewusste Sprache zu einem Sturm gegen die Dummheit.
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Microstory Nr. 5: Fümf

Erwin glotzte sich die Augen aus dem Kopf. Nun  war  er  seit einer Woche in Kenia  und  hatte  schon allerhand gesehen.  Aber ein fünf-beiniger Elefant, dass es so etwas überhaupt  geben  konnte,  whow,  das hätte  er  nie  für  möglich gehalten.  Er ging dreimal um  das große Tier herum.

Kein Zweifel: der faltige Rüsselriese hatte fünf  Beine.  Das fünfte befand nämlich sich genau  zwischen den beiden Hinterbeinen.  Da  kam  N’gubu,  der Elefantenhüter daher.  Erwin fragte: „Hat der Fant echt fümf Beine odda was?“

N’Gubu  grinste:  „Das Quatsch mit Sosse. Bwana kein Ahnung!  Nix  sein fümftes Bein.  Sein groß Bimmel-Bammel für machen kleine Elefanten  mit Elefantenfrau.“

Microstory Nr. 3: Die Stulle

Manni stand auf dem Schulhof und packte seine Stulle aus. Mehr als’n hartes Stück Brot und ’ne Banane war nicht
dringewesen heut früh. Alex dagegen, der Pinkel, kaute genußvoll an seinem Luxus-Snack.
„Was hassen aufer Stulle?“ fragten die andern den Snobby. Der schnippte lässig mit den manikürten Greifern, machte
ganz einen auf obercool und meinte kauend: „Schokolade.“
Hey, whow!, ahten und ohten die andern. „Alex hat Schoko aufem Brot!“ Manni wurde ganz schlecht.
Dann sagte er so laut, dass alle andern es hören konnten:“Schoko is verdammt schlecht für die Zähne. Erst musste
dauernd zum Dokter, dann zieht er dir die Klunkern alle raus und am Schluß haste Dritte, wie der Direx.“
Alex war beleidigt. Schon sahen ihn die Andern mit skeptischen Blicken an.
„Schoko muß man sich erstmal leisten können“, sagte er dann mit nasalem Klang in der Stimme. Manni dacht einen Moment nach. „Klar is Schoko teuer“, gab er zu. „Aber das hier“, er hielt seinen Kanten Brot in die Höhe, „is ’ne Spezialanfertigung vom Dokter Lachmann, ihr wißt schon, der wo in der ‚Schau-zu‘ die Gesundheitstipps schreibt, und das ist nach so einem uralten, überlieferten Verfahren hergestellt worden, daß der Kanten auf gute zwanzig Märker kommt. Absolut bestens für die Zähne, voll mit Vitaminen und damit auch alles stimmt, hab ich noch die Ultra-Banane vom Direktimporter dazu. Besser kann ma gar nich essen, könnt ihr mir glauben.“
Die anderen glotzen, und staunten Mannis Kanten an und Alex war abgesagt. Mit grüner Fresse zockelte er von dannen.

co. R.Wissdorf

Microstory Nr. 2: Der Fremde

Niemand von uns wusste, woher der Fremde gekommen war. Ich kehrte gerade den Bürgersteig vor meiner Friseurstube, als er – von neugierigen Blicken verfolgt in einem umgebauten 54ger Chevy-Pickup vorbeifuhr und vor Harpers Kneipe haltmachte.Lucille zog ihre Augenbrauen nach und staffierte ihr Dekollete neu aus. Der Fremde ging hinein und verlangte einen Fizz Original. Als Joe ihm sagte, sowas kenne er nicht und Harper ihm darüberhinaus unmißverständlich klarmachte, was wir hier in Smallhirn County von Fremden hielten, die einfach reinspazierten und Fizz Originals verlangten, da guckte der Fremde uns aus schrägen Augen an. Dann verpaßte er Harper einen Kinnhaken, dass dieser hinter seinen Biergläsern verschwand und landete bei Joe einen Tritt, dass der sich auf den Boden setzte und kotzte. Der Sherriff, schmerbäuchig, keuchend angerannt, fing sich mehrere Stuhlbeine auf dem Glatzkopf ein und übt seitdem „blitzartiges Wegducken“ vor dem Badezimmerspiegel.
Ich büsste meinen oberen Schneidezahn ein (die Imitation von Doc Burnstein ist wirklich erstklassig) und die frechen Brodnick-Brothers klagen heute immer noch über Impotenz.Der Fremde entstieg den dampfenden Trümmern wie ein Schwimmer, der aus einem Pool aussteigt, enterte seinen Chevvy und startete den Motor. Die freche Lucille trat laszivhüftig an ihn heran und holte sich eine rote Backe ab. Der Fremde düste mit Karacho aus der Stadt und ließ eine Staubwolke hinter sich, die noch die Abendsonne verdunkelte. Dem hatten wir es ordentlich gezeigt, und seinen Fizz Original kann er sich in die Haare schmiern!

Jahresrückblick

Jahresrückblick. Jahresrückblick 2017. Immer diese Jahresrückblicke, damit die Sendeanstalten die ganzen verstaubten Archivaufnahmen rauskramen und nochmals verwerten können. Abgehalfterte Comedians können ihre alten Witze recyclen und Nachrichtenredaktionen sich ihren Content für die nächste Ausgabe aufheben. Aber was soll schon passiert sein? Irgendwelche Prominenten sterben immer. Es sterben auch eine Menge Nicht-Prominenter, aber über die zu berichten würde den Rahmen sprengen. Karl Ramseyer ist tot.

Irgendwo schwappt auch immer mal das Meer unbotmäßig über die Ufer, irgendein Berg kracht garantiert zusammen und Erdbeben haben ohnehin einen Dauervertrag mit den Medien. Und natürlich Kriege – die finden auch verlässlich immer irgendwo statt. Nicht zu vergessen, die vielen Skandale und Skandälchen, Hochzeiten, Adelsgeburten, all der Klatsch und Tratsch ohne den unsere Regenbogenpresse gezwungen wäre, über Relevantes zu berichten. Mehr lesen