Rael Wissdorf beim Autorensonntag

Vor einigen Jahren, genauer gesagt, im September 2015, hat Jasmin mich für ihren „Bücherleser“ Blog in ihrer Sparte „Autorensonntag“ interviewt. Ich wurde da zB gefragt, ob ich lieber roten oder grünen Wackelpudding mag. Aber auch sehr ernsthafte Dinge.

Hier ein kleiner Auszug:

EIN KURZPORTRAIT – INTUITIVE ANTWORTEN

Lieber…
….eBook oder gebundenes Buch?
Bezogen auf eigene Veröffentlichungen? Dann immer beides. Bezogen aufs Lesen? Dann bevorzuge ich inzwischen das eBook. Ich liebe zwar Bücher als Objekte in meiner umfangreichen Bibliothek (Bücher sind der schönste Zimmerschmuck), aber ich bin in die Jahre gekommen und meine Augen werden schlechter. Das eBook ermöglicht mir schlicht mehr Lesekomfort

…Hund oder Katze?
Ich hatte 3 Hunde in meinem Leben, aber viel mehr Katzen. Ich mag also beide sehr gern, würde letztlich aber wohl der Katze den Vorzug geben. Wobei Hunde gesünder sind (man muss an die Luft).

…Tee oder Kaffee?
Den größten Teil meines Lebens habe ich nur Tee getrunken, und zwar richtigen Tee, nicht diesen Teebeutelmist, der mit Containerdreck befüllt ist. Ich hatte einen Samowar, der lief nonstop. Doch seit ca. 15 Jahren gibt es die Senseo Maschine, daher bevorzuge ich jetzt Kaffee, aber nur, weil das bequemer ist.

…roter oder grüner Wackelpudding?
Grün, auf jeden Fall!

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Deutsch ist Glückssache

Patakaustik ist ein von Rael Wissdorf kreiertes Kunstwort, welches sich an die Pataphysik anlehnt. Wer hat sich nicht schon über die Verwendung von Begriffen geärgert? Sei es im normalen Gebrauch oder auch in der Werbung oder den Medien allgemein. Redewendungen wie „auf deutsch gesagt“ grassieren meist an Stammtischen, aber „im Endeffekt“ wird auch gern in der Sportschau gebraucht. Oder auch der verschwenderische Einsatz von Anglizismen, seien sie nun korrekt oder falsch, wie „Challenge“ (Warum darf es keine Herausforderung mehr sein?) oder „Performance“. Songs werden nicht mehr gesungen, sie werden „performed“.

Der selbsternannte „Sprachtaliban“ Rael Wissdorf regt sich jedenfalls mächtig darüber auf. Mit wütendem und zugleich witzigem Elan macht er sich über die Idiotien des modernen Sprachgebrauchs her. Aber seine scharfzüngigen Analysen machen vor Sprache allein nicht halt: so begibt sich der Erfinder der Patakaustik fröhlich auf jedes Glatteis menschlicher Weltdeutung – wobei er Esoteriker als beliebteste Zielscheibe mit Hohn und Spott bewirft. Dabei vertritt er die kühne These, dass Sprachfähigkeit und Denkfähigkeit sehr eng zusammenhängen. Damit wird sein Kampf für eine bewusste Sprache zu einem Sturm gegen die Dummheit.
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Microstory Nr. 3: Die Stulle

Manni stand auf dem Schulhof und packte seine Stulle aus. Mehr als’n hartes Stück Brot und ’ne Banane war nicht dringewesen heut früh. Alex dagegen, der Pinkel, kaute genußvoll an seinem Luxus-Snack. „Was hassen aufer Stulle?“ fragten die andern den Snobby. Der schnippte lässig mit den manikürten Greifern, machte ganz Weiterlesen…

Jahresrückblick

Jahresrückblick. Jahresrückblick 2017. Immer diese Jahresrückblicke, damit die Sendeanstalten die ganzen verstaubten Archivaufnahmen rauskramen und nochmals verwerten können. Abgehalfterte Comedians können ihre alten Witze recyclen und Nachrichtenredaktionen sich ihren Content für die nächste Ausgabe aufheben. Aber was soll schon passiert sein? Irgendwelche Prominenten sterben immer. Es sterben auch eine Menge Nicht-Prominenter, aber über die zu berichten würde den Rahmen sprengen. Karl Ramseyer ist tot.

Irgendwo schwappt auch immer mal das Meer unbotmäßig über die Ufer, irgendein Berg kracht garantiert zusammen und Erdbeben haben ohnehin einen Dauervertrag mit den Medien. Und natürlich Kriege – die finden auch verlässlich immer irgendwo statt. Nicht zu vergessen, die vielen Skandale und Skandälchen, Hochzeiten, Adelsgeburten, all der Klatsch und Tratsch ohne den unsere Regenbogenpresse gezwungen wäre, über Relevantes zu berichten. (mehr …)

Sharas Märchenwelt

Shara Whitfield hat einen Märchenband herausgegeben, weil sie sich eine Sammlung mit Märchen gewünscht hat, wie sie ihr immer von ihrem Großvater erzählt wurden. Daher sind viele Grimms Märchen drin, aber auch einige völlig Unbekannte aus aller Herren (und Damen) Länder.  Die liest man nicht überall, daher lohnt es sich schon deshalb, sich diese ungewöhnliche Sammlung zuzulegen. Der wichtigste Grund ist aber: es sind vier Märchen aus meiner Feder drin. Und die wurden tatsächlich bisher noch nie irgendwo veröffentlicht worden. Eines meiner Frühwerke zB. „Die Freggel und der Zauberer“, in dem ich ein wenig Terry Prattchetmässig einen Zauberer beschreibe, der ziemlich fies ist und Beamte und Vertreter nicht leiden kann. Sehr witzig, das Ganze. Aber auch ein eher düsteres und sarkastisches Märchen über einen unsterblichen Hofnarren. Sozusagen „Bruder Lustig für Gothic Fans“.  (mehr …)