Ariel in der Tube

Über neuzeitlichen Aberglauben und Hokuspokus

Dieses Thema war lange fällig, betrifft es doch das patakaustische Weltbild in all seinen Facetten. Ein Patakaustiker ist in erster Linie eines: misstrauisch. Und alles, was im weitesten Sinne mit Esoterik zu tun hat verdient allertiefstes Misstrauen. Und man kann nicht oft genug über Leute spotten, die diesen ganzen Mist glauben. Es ist sogar die Pflicht eines jeden Patakausten, nach Kräften zu spotten und zu verhöhnen, denn nur so gelingt es uns vielleicht, die hartnäckigsten Esoterikspinner in die Enge zu treiben, auf dass sie sich schamhaft winselnd in die dunkelsten Ecken verkriechen.

Aber schauen wir uns in der Esoszene doch mal genauer um. Was ist eigentlich alles „Eso“? Das fängt ja schon beim Begriff selbst an. „Esoterik“ ist zunächst mal ein griechisches Wort, also ein Begriff aus einer Sprache, die kaum ein Esoteriker sprechen kann. Es gibt zwar auch griechige Esoteriker, die machen sich aber eher in der Finanzbranche breit. Esoterik bezeichnet eine Lehre oder gar Philosophie, die nur einem kleinen „inneren“ Kreis zugänglich ist. Wahres esoterisches Wissen ist demnach also keinesfalls frei verfügbar, sondern wird in kleinsten Zirkeln, unter der Hand, nur wenigen Eingeweihten zugewispert. Keinesfalls aber bei Amazon in der Bestseller Ecke verhökert. Damit haben wir die gesamte Esoterik ohnehin schon ad absurdum geführt, denn was unter dem Mäntelchen „Esoterik“ vertrieben wird, ist bestenfalls das exakte Gegenteil davon. (mehr …)

Kausalität, Korrelation, Koinzidenz

Bei weiter fortschreitender Demenz der Volksmassen, schälen sich immer mehr zwei Lager heraus, die sich unversöhnlich gegenüberstehen: Esoteriker und Anhänger der Naturwissenschaften. Dabei behaupten beide Seiten, dem Wissen zu dienen. Die Esoteriker meinen, sie wüssten schon alles, während Wissenschaftler wissen, dass sie nur manches aber noch längst nicht alles wissen.

Früher gab es einfach nur Mediziner. Die alle mehr oder minder erfolgreich Krankheiten heilten, oder sie hervorriefen, wenn grad nichts zu heilen war. Sie arbeiteten alle mit denselben Methoden: Tränke verabreichen, hoffen, dass die helfen würden, Blut abzapfen, hoffen, dass das helfen möge, Knochen schienen, hoffen, dass sie zusammenwachsen würden. Erst mit der Zeit begannen auch Mediziner, sich wissenschaftlicher Methoden zu bedienen. Mit der Entdeckung des Bakteriums beispielsweise, erschien es vielen Medizinern fortan einleuchtend, sich vor einer Operation die Hände zu waschen. Weil sie den kausalen Zusammenhang zwischen einer Streptokokkeninfektion und einer Herzklappeninsuffizienz erkannten. Heute nennen Esoteriker solche Ärzte „Schulmediziner“ und meinen das Negativ. Während Heilpraktiker lieber mit der alten Methode weiter machen. Sie wissen schon: Globuli verabreichen, hoffen, dass das hilft, Blut abzapfen, hoffen dass es hilft, usw. Solche Zeitgenossen lassen sich durch so Spitzfindigkeiten wie „Kausalität“ nicht aus der Ruhe bringen. (mehr …)

Jack London – Eine Biographie mehr

Das kurze Leben des Jack London

San Francisco war in den siebziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts auf ähnliche Weise eine Art „Flower-Power“ Metropole, wie hundert Jahre später in den sechzigern des zwanzigsten Jahrhunderts. Unzählige okkulte Gruppen, spiritistische Zirkel und selbsternannte Propheten, zudem gewagte soziale Gruppenexperimente und vollkommen neuartige Lebenskonzepte bildeten in dieser mehr als ungewöhnlichen Stadt für einige Jahre einen idealen Nährboden für die verschiedenen Spielarten menschlicher Koexistenz, bis die Rezession alles hinwegraffte. Mitten hinein in diesen Sog von Ideen und Konzepten gebar Flora Wellman am 12. Januar 1876 einen Sohn, den sie John Griffith nannte, und nach dem Namen des Erzeugers, mit dem sie in einer Art „wilder Ehe“ zusammenlebte: Chaney. William Henry Chaney, mehr als 20 Jahre älter als die kleinwüchsige Klavierlehrerin aus Massillon, Ohio, war zu dieser Zeit ein bekannter Astrologe, Journalist und Vortragsreisender, der eine Gruppe von (meist jüngeren) Adepten um sich geschart hatte. Die Verbindung zu Flora Wellmann war eine „amour fou“ eine jener verrückten „Lebensabschnittsgemeinschaften“ wie sie hundert Jahre später Gang und Gäbe waren. Die Vaterschaft erschien ihm als eine zu schwere und zweifelhafte Bürde, als dass er sich fröhlich dazu bekannt hätte. Im Gegenteil – er bestritt vehement irgendetwas mit dieser Geburt zu tun zu haben, behauptete von sich selbst impotent zu sein und wehrte sich gegen jede Verantwortung. Mit dem Erfolg, dass die ganze Geschichte durch die energische Flora in der Presse aufgerührt wurde, und Mr. Chaney nur noch die Flucht in den Norden blieb. Jack London erfuhr erst im Alter von zwanzig von der Existenz des leiblichen Vaters. Es war der Kriegsveteran John London, der kurze Zeit später dem Knaben seinen weltberühmten Namen gab, ihn großzog, ihm die Liebe zum Landleben einpflanzte, ihm leider aber auch allzu früh die Verantwortung für die Ernährung der vielköpfigen Familie übertrug. (mehr …)

1. Virtueller Literaturcon mit Fleurissen

Im Rahmen von Küpers 1. Virtuellen Literaturcon in Second Life lesen Idril Amat und ich aus Fleurissen vor. Dazu habe ich mir etwas Besonderes einfallen lassen: den Blickwinkel der Unbeteiligten. Denn in diesem Roman habe ich das Stilmittel der „Überhöhung durch Aussenstehende“ viermal eingestreut, um dem Leser damit ein besonderes Weiterlesen…

Hawks Effect Episode II

Hawks Effect: Dire Revelations in der Produktion. Die Saga geht weiter! Laurina befindet sich in einem fremden Universum – damit muss sie erstmal klarkommen. Doch viel Zeit zum Überlegen hat sie nicht, denn schon greifen schon wieder neue Kräfte nach ihr. Athena, undurchsichtige „Göttin“ und Chefin einer gnadenlosen Arena will Weiterlesen…

Fleurissen Facebookseite

Mein in Arbeit befindlicher Roman „Fleurissen“ verfügt nun über eine eigene Facebook Seite. Wenn alles klappt, wird der Roman Ende des Jahres, oder Anfang 2018 erscheinen. Fleurissen ist die Geschichte des 11jährigen Cesare, der auf der Suche nach Hinweisen auf das Leben seiner Mutter ist. Fühlt er doch, dass es Weiterlesen…

BB E-Book Event 2017

Auch diesesmal werde ich am BB Book Event in Second Life teilnehmen und gemeinsam mit Idril Amat aus meinem Kriminalroman „Shabu“ vorlesen. WANN: Am Sonntag, 14. Mai 2017 um 20:00 Uhr. WO: In der virtuellen Welt „Second Life“ sowie in unserem Discord Auditorium. Idril und ich machen das schon seit Weiterlesen…

Rebellion 23

Eine Steampunk Novelle, die in der Welt von Yanthalbor spielt – allerdings 2000 Jahre später. In dieser Version der Geschichte hat sich ein totalitäres System etabliert, welches als operative Enforcer sogenannte „Proktoren“ einsetzt. Ein solcher Proktor ist Styx, der im Auftrag der Machthaber eine Rebellion niederschlagen soll. Da  unerklärliche Phänomene Weiterlesen…

Shabu – Neues Taschenbuch

Nachdem mein erster Kriminalroman „Shabu“ jahrelang nur noch antiquarisch zu erhalten war, kann man ihn jetzt wieder mit neuem Cover bekommen. Und nicht nur das Cover ist neu. Der Trivocum Verlag, neue Heimat meiner Publikationen, bestand darauf, die Originalversion zu veröffentlichen. Aber was ist die Originalversion? Ich versuche, das mal Weiterlesen…