Sprache als Indikator für Intelligenz

In dieser Folge möchte ich mich mit einem Begriff beschäftigen, den jeder von uns tagtäglich in den Mund nimmt, oft aber nicht wirklich beherrscht. Den der Sprache selbst nämlich. Sprache ist zunächst mal ein Mittel zur Kommunikation. Das ist jedem klar. Aber was bedeutet das? Kommunikation bedeutet Verständigung und Informationsaustausch. Aber Sprache ist mehr als das. Nehmen wir ein Beispiel:

„Scheiß-Wetter heute, was?“

„Ja, Scheiß-Wetter“.

Hat dieser Dialog etwas mit Informationsaustausch zu tun? Wohl kaum, denn beide Kommunikanten wissen bereits, dass das Wetter scheiße ist. Wenn ich zu einem Zeitgenossen „Scheiß-Wetter heute“ sage, dann habe ich ihn nicht darüber informiert, dass das Wetter nicht gut ist, denn das weiß er bereits selber. Ich kommuniziere auch nicht wirklich, denn der Gegenstand der Kommunikation ist ja nichts, was kommuniziert werden müsste. Wir nennen solcherart Austausch schlicht „Small Talk“ oder auch „Bla Bla“ oder einfach „Tratsch“. Hier dient die Sprache weder der Informationsübermittlung, noch der Kommunikation, sondern hat eine rein soziale Funktion. Man könnte dem Gegenüber auch einfach nur auf die Schulter klopfen und nach oben auf die Regenwolken deuten. Dies würde verstanden, abgenickt – und damit wäre die gleiche Art sozialen Austausches erfolgt, nur eben ohne Worte. Sprache braucht also nicht unbedingt immer Worte. Mehr lesen