Fleurissen – Das Ende einer langen Reise (und der Anfang einer neuen)

Es gibt Bücher, die schreibt man. Und es gibt Bücher, die schreiben einen zurück.

Fleurissen gehört zu der zweiten Sorte.

Ich habe an diesem Roman nicht „einfach nur“ gearbeitet. Er ist über Jahrzehnte in mir herumgelaufen wie ein Tier, das man nicht zähmt, sondern höchstens füttert, damit es einen nachts schlafen lässt. Er hat sich verwandelt, ist verschwunden, wieder aufgetaucht, hat Tonlage und Richtung geändert, hat mich genervt, begeistert, überfordert, beglückt – und manchmal alles in derselben Stunde.

Und irgendwann – plötzlich und völlig unplötzlich zugleich – war er da: fertig.
Nicht perfekt im Sinne von „glatt“. Sondern fertig im Sinne von: Er ist endlich er selbst.

Worum es in Fleurissen geht – und worum es wirklich geht

Auf der Oberfläche ist es eine Geschichte, die groß anfängt und immer größer wird:

Ein Kind, Cesare Fleurissen, steht zwischen Blutlinien, Geheimnissen und einem Erbe, das nicht wie ein Familienalbum aussieht, sondern wie eine Waffe. Es gibt eine alte Fehde, es gibt eine Organisation, die jagt, es gibt die SOG und die „geheime Welt“, in der Dinge möglich sind, die in unserer Welt nicht einmal als Irrtum durchgehen würden.

Im Zentrum steht der Nexus: ein Werkzeug, eine „Quantenmagie“, ein poetisch-wissenschaftliches Modell – ein Hebel, der die Wirklichkeit weich machen kann. Wer ihn beherrscht, kann nicht nur Räume und Kräfte, sondern auch Zusammenhänge verbiegen. Und irgendwann steht nicht mehr die Frage im Raum, wer gewinnt, sondern ob das, was wir „Realität“ nennen, am Ende überhaupt noch eine feste Kante hat.

Aber unter dieser Handlung – und das ist die eigentliche Kraft dieses Buches – geht es um etwas anderes:

Um Herkunft.
Um Schuld und Verantwortung.
Um Liebe als etwas, das schützt – und manchmal auch beschädigt.
Um die Frage, ob man das Schicksal austricksen kann, ohne dabei sich selbst zu verlieren.
Und um diese brutale, wunderschöne Zumutung: Dass man Dinge nicht retten kann, ohne etwas zu opfern.

Warum dieser Roman für mich „das“ Buch ist

Ich habe viele Projekte. Ich liebe mehrere Welten. Ich schreibe in verschiedenen Genres, weil mich das Leben auch nicht nur in einem Tonfall anspricht.

Aber Fleurissen ist… anders.

Es ist das Buch, in dem alles zusammenläuft: mein Hang zu großen Konstruktionen, zu Mythos und Technik, zu Musik im Untergrund des Textes, zu Figuren, die nicht nur handeln, sondern tragen. Es ist ein Roman, der zugleich eine Familiengeschichte, eine metaphysische Versuchsanordnung und ein Abenteuer ist – und ja, ich gebe es zu: ein bisschen auch ein literarischer Größenwahn.

Nur dass Größenwahn manchmal genau das ist, was man braucht, um etwas zu Ende zu bringen.

Dass ich diesen Roman jetzt wirklich abgeschlossen habe, fühlt sich an wie eine Tür, die seit Ewigkeiten geklemmt hat – und die man irgendwann, ohne Pathos, ohne Trommelwirbel, einfach aufbekommt. Und dann steht man da, im Durchzug, und merkt: Es ist still.
Und diese Stille ist nicht leer. Sie ist voll. Sie ist verdient.

Für wen ist Fleurissen?

Für Leserinnen und Leser, die…

  • Geschichten mögen, die atmosphärisch sind, nicht nur „plot driven“
  • eine dunkle, elegante Phantastik schätzen, die nicht in Klischees badet
  • Spaß daran haben, wenn ein Roman intelligent baut, ohne seine Seele zu verlieren
  • sich gern verführen lassen – von Florenz, von Höhlen, von Geheimnissen, von Ideen
  • und die keine Angst davor haben, dass ein Buch am Ende nicht nur „spannend“, sondern auch bewegend ist

Und jetzt?

Jetzt ist Fleurissen in der Welt.

Das klingt banal, aber es ist ein Moment, den ich so nicht oft habe: Dieses Gefühl, dass ein Projekt nicht nur abgeschlossen ist, sondern abgeschlossen werden durfte. Keine Notlösung. Kein Wegdrücken. Kein „irgendwann später“. Sondern: jetzt.

Wenn du auf meiner Seite gelandet bist, weil du wissen willst, was das für ein Roman ist: Willkommen. Vielleicht ist Fleurissen dein Buch. Vielleicht auch nicht. Aber ich kann dir versprechen: Es ist nicht halbgaren Herzens geschrieben. Es ist das Gegenteil.

Und wenn du es liest, wirst du sehr schnell merken, warum ich so lange damit gerungen habe.

Denn manche Geschichten lassen einen nicht los – bis man sie endlich loslässt.

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