The Sound of Magic

Acht Tondichtungen und ein Song

The Sound of Magic

Kristalline Schönheit – gegossen in Musik

Carsten Hundt

Irgendwo in den Tiefen des Alls existiert eine erstaunliche Welt. Unter der narbigen Kruste eines Planeten zieht sich ein weites System gigantischer Höhlen dahin. Dort gibt es Kontinente, Gebirge, Seen, Wälder, Flüsse, Pflanzen und Tiere. Aber es gibt dort auch Drachen, ein Menschenvolk und…Magie. Und ein uraltes Geheimnis, von dem heute niemand mehr etwas ahnt. Doch diese Welt ist in tödlicher Gefahr. Eine überlegene Macht von außen beginnt eine Invasion. Die Völker der Höhlenwelt kämpfen tapfer – doch ohne die Magie und den Mut der Adeptin Leandra haben sie kaum eine Chance. Dies ist die Geschichte der Befreiung einer besetzten Welt und ihren Kampf um Freiheit.

So beginnt die Beschreibung der Höhlenwelt Saga – und nun beschreiben diese Sätze auch ein Musikalbum. Den Soundtrack zu einem Roman: The Sound of Magic.

Ein alter Weggefährte von Rael schrieb über das Album:

Fantasy- und Game-Veteranen der 90er Jahre, könnt ihr euch noch an die Höhlenwelt erinnern?Ja, genau, die Fantasy-Romanreihe, zu der es auch später ein Point- and-Klick-Adventure gab.Mein alter Kumpel Rael aus Gamedesigner-Tagen, der u.a. auch Musiker ist, hat dazu jetzt ein Album gemacht. Stilistisch liegt das wohl irgendwo zwischen epischem Game-Soundtrack, Ennya und Adiemus und ruft säuselnd nach Kerzenlicht und Rotwein.

Torsten Schneyer, 23.03.2022

Komponiert und arrangiert von Rael Wissdorf, gemixt und gemastert von Carsten Hundt. Mit Mezzoxopran Juli Blue und Fagottist Janus Taubert, geziert von einer Coverillustration von Christoph Vacher erblickt das Album „The Sound of Magic“ endlich das Licht der Welt.

Die Titel:

  • Prelude – A hymn to the caveworld
  • 1000 Miles from Savalgor
  • Maidens of Okaryn
  • The Towers of Unifar
  • Chant of the Dragonmaid
  • Ramakorum Passacaglia
  • Sisters of the Wind
  • Afterlude – Clouds over Angadoor
  • Leandras Vow

Besuche Bandcamp, um das Album zu hören oder auch zu kaufen:

Wenn du die CD kaufen möchtest, kannst du das im Trivocum Shop tun oder bei Amazon.

Streaming:

Megacity Blues

Überall im Stream erhältlich:

Auf diesem Album befinden sich Songs und Kompositionen, die zwischen den Jahren 2000 und 2020 entstanden sind. Darunter mein Song für Shara „On a Smile“ aber auch der als Soundtrack gedachte „Megacity Blues“ in 3 Movements. Im zweiten Movement hat damals mein Freund und Kollege Harald Evers das Schlagzeug eingespielt. Den krönenden Abschluss bildet das orchestrale Théa Mea. Damit klammern diese beiden Songs das Album ein. Für Käufer des gesamten Albums auf Bandcamp gibt es noch einen Bonus Track: Pachelbels Canon in D, der einst als Soundtrack für das Matrix Offline Video diente.


Hier geht’s zum Album auf Bandcamp:

Und hier einige weitere Bezugsquellen:

SpotifyAmazon Music Apple Music/iTunesYoutube

Das Vermächtnis des Drachenlords

Fantasy Roman – Prequel der Höhlenwelt Saga

Fünfundzwanzig Jahre vor der Zeitrechnung der Höhlenweltsaga erscheint ein Fremder in Munuels Heimatdorf Angadoor. Wie es sich herausstellt, handelt es sich um keinen Geringeren als den ehemaligen Meister einer alten, längst verbotenen Magie. Er hält ein Abenteuer für den jungen Magier bereit, das ihn auf die Wolkeninseln führen würde, doch dieser hat andere Pläne.

„Das Vermächtnis des Drachenlords“ ist ein Prequel zur achtbändigen Höhlenwelt-Saga des verstorbenen Autors Harald Evers, verfasst von mir im Auftrag des Trivocum Verlags.

Dabei handelt es sich um ein turbulentes und farbenprächtiges Fantasy-Abenteuer, gewürzt mit dem Aufeinanderprallen zweier Kulturen. Denn in Ranasuristan, den Wolkeninseln, haben die Frauen das Sagen. Welche von beiden Welten die “bessere” ist, wird Munuel erst erfahren, wenn er sich auf diese fremde Kultur einlässt. Um es mit den Worten der Ranásura zu sagen: “Empeirienza kaína gliss”. Erfahrung macht klug.

Ich hatte natürlich einen ziemlich schweren Job, “ so Wissdorf, „denn ich fühlte mich ein wenig wie L. Sprague-DeCamp, als er die Romane um Conan den Barbaren von Ron Howard fortsetzen sollte. Auf der einen Seite will man das Vermächtnis wahren, auf der anderen Seite möchte man aber auch seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen, und der ganzen Saga seinen eigenen Stempel aufdrücken. Und das, ohne die Fangemeinde zu verärgern. Ich hoffe, mir ist dieser Spagat gelungen.“


Jetzt kaufen:

Paperback
19,99 € inkl. MwSt.
Seitenanzahl: 612
12 Illustrationen, 2 Landkarten
ISBN: 978-3-946797-34-0
Größe: 12,0 cm x 19,0 cm
kaufen bei 

Kindle Edition
3,99 €inkl. MwSt., 3329 KB
ASIN: B08DBP73XV
herunterladen bei 

Oder beim Verlag direkt (kostenloser Versand):

shop.trivocum-verlag.de

Erstmal reinlesen? Kein Problem!

Ladet euch sich hier eine großzügige Leseprobe herunter oder lest sie gleich hier im Browser:

Leseprobe „Das Vermächtnis des Drachenlords“

Alle Menschen sind dumm (aber manche sind dümmer).

Vor vielen Jahren arbeitete ich als Bühnenmusiker fürs Theater. Ich kam also mit vielen SchauspielerInnen zusammen. Und musste feststellen, dass sie mich meistens langweilten, denn in der Tat waren sie nur in ihrer jeweiligen Rolle interessant. Es gab aber auch einige unter ihnen, die mich beeindruckten. Eine von ihnen war die junge und attraktive Schauspielerin Bettina F. – mit ihr sprach ich eines Abends in einer Vorstellungspause über menschliche Intelligenz. Und da überraschte sie mich, denn sie sagte:

„Ich glaube, ich bin ziemlich dumm. Ich sehe gut aus und kann mir Texte merken, deshalb bin ich Schauspielerin. Aber von allen anderen Dingen verstehe ich überhaupt nichts, und sie interessieren mich auch nicht. Mathe, Physik aber auch Philosophie, dazu bin ich einfach nicht intelligent genug. Ich muss das auch alles nicht wissen, ich will nur meinen Job gut machen, denn davon lebe ich.“

„Alle Menschen sind dumm (aber manche sind dümmer).“ weiterlesen

Kausalität, Korrelation, Koinzidenz

Bei weiter fortschreitender Demenz der Volksmassen, schälen sich immer mehr zwei Lager heraus, die sich unversöhnlich gegenüberstehen: Esoteriker und Anhänger der Naturwissenschaften. Dabei behaupten beide Seiten, dem Wissen zu dienen. Die Esoteriker meinen, sie wüssten schon alles, während Wissenschaftler wissen, dass sie nur manches aber noch längst nicht alles wissen.

Früher gab es einfach nur Mediziner. Die alle mehr oder minder erfolgreich Krankheiten heilten, oder sie hervorriefen, wenn grad nichts zu heilen war. Sie arbeiteten alle mit denselben Methoden: Tränke verabreichen, hoffen, dass die helfen würden, Blut abzapfen, hoffen, dass das helfen möge, Knochen schienen, hoffen, dass sie zusammenwachsen würden. Erst mit der Zeit begannen auch Mediziner, sich wissenschaftlicher Methoden zu bedienen. Mit der Entdeckung des Bakteriums beispielsweise, erschien es vielen Medizinern fortan einleuchtend, sich vor einer Operation die Hände zu waschen. Weil sie den kausalen Zusammenhang zwischen einer Streptokokkeninfektion und einer Herzklappeninsuffizienz erkannten. Heute nennen Esoteriker solche Ärzte „Schulmediziner“ und meinen das Negativ. Während Heilpraktiker lieber mit der alten Methode weiter machen. Sie wissen schon: Globuli verabreichen, hoffen, dass das hilft, Blut abzapfen, hoffen dass es hilft, usw. Solche Zeitgenossen lassen sich durch so Spitzfindigkeiten wie „Kausalität“ nicht aus der Ruhe bringen. „Kausalität, Korrelation, Koinzidenz“ weiterlesen

Jack London – Die Zwangsjacke

The Star Rover (Die Zwangsjacke):
Astralwanderung im Strafvollzug

Dieser Essay erschien – zusammen mit einer Kurzbiographie, die hier ebenfalls gelesen werden kann – in einer Neuausgabe des Romans „Die Zwangsjacke“ im Axel Dielmann Verlag in einer Neuübersetzung der talentierten Uschi Gnade.

Von Reinhard Rael Wissdorf

Sah sie ihn mit runden, bewundernden Augen an, oder blickte sie skeptisch von der Seite? Sass sie ihm offen gegenüber oder verkroch sie sich hinter ihrem Notizblock und kaute an ihrem Bleistift, während sie ihm lauschte? Wir wissen nicht, was die junge Journalistin Sophie Treadwell am 28. Februar 1914 auf Jack Londons Ranch wirklich tat, als sie den berühmten Autor zu seinem neuen Romanprojekt interviewte. War sie gekommen, weil sie glaubte, von dem Sohn des bekanntesten Astrologen Amerikas und einer berüchtigten Spiritistin etwas bahnbrechendes über Reinkarnation zu hören? [1] Wenn ja, dann wurde sie enttäuscht, denn zu hören bekam sie dies: „Jack London – Die Zwangsjacke“ weiterlesen

Jack Abbotts Schatz

Jack Abbotts Schatz

Vor vielen Jahren veröffentlichte ich einen Sammelband mit dem Titel „Bis ans Ende aller Welten“. Wer den besitzt, muss diese Ausgabe jetzt nicht kaufen (obwohl zwei Geschichten drin sind, die so in noch keinem Sammelband erschienen sind). Dieses gebundene und überaus teure Buch war dann irgendwann vergriffen und es bestand kein Interesse, es nachzudrucken. Also erlaubte ich dem Endeavour Verlag, die Stories als E-Book herauszubringen. Doch seit einigen Jahren ist er auch dort nicht mehr verfügbar, man sucht danach vergebens. Deshalb freut es mich, dass der Trivocum Verlag beschlossen hat, diesem unwürdigen Zustand ein Ende zu setzen. Nun gibt es also „Jack Abbotts Schatz“ mit einem wundervollen Coverbild von Jonny Lindner als Taschenbuch und E-Book erneut zu kaufen. Hier sind nur die „langen“ Erzählungen drin, die kurzen sind alle in „Bombay Business“ enthalten. Wenn man also beide Bücher besitzt, hat man meine gesamte Kurzprosa.

In „Bis ans Ende aller Welten“ gab es ein Nachwort, in welchem ich ein wenig über die „Geschichte hinter den Geschichten“ resümierte. Dieser Epilog ist in der neuen Ausgabe nicht mehr drin. Daher bringe ich ihn hier online, falls sich irgendjemand dafür interessiert. Ergänzt um die Geschichten, die in BaEaW fehlten. Viel Spass. „Jack Abbotts Schatz“ weiterlesen

Ehrlichkeit ist Lüge

Es gibt gewisse Floskeln, die uns bitter entlarven. Vor allem die Floskel »Ehrlich gesagt…« – oder die Variante »jetzt mal ganz ehrlich« – oder als Einschub »… und das meine ich ganz ehrlich«. Potzblitz: Ansonsten wird also nur gelogen? Und nur jetzt »mal« ganz ehrlich gesprochen? Ist wohl so.
Ferner beschreiben sich Menschen sehr häufig als »ehrlich«. Sie begründen sogar rüdes Sprachverhalten damit, oder schlicht ihre bösartige und beisserische Natur, indem sie vorgeben »ich bin eben ein ehrlicher Typ, ich kann mich nicht verbiegen. Ich sage frei heraus, was ich denke. Wenn euch das nicht passt, mir auch egal!«
Das ist so ziemlich die verlogenste und heuchlerischste Methode, seine Unsensibilität zu kaschieren. Am Ende sollten wir Schilder auf der Stirn kleben haben: »VORSICHT EHRLICH!«, damit all die Sanftmütigen schnell Reissaus nehmen können? „Ehrlichkeit ist Lüge“ weiterlesen

Microstory Nr. 9: Der Tacho

Mitten auf der Autobahn stieg er plötzlich wie ein  Idiot in die Eisen, scherte aus und fuhr auf den Seitenstreifen.

„Was’n los? Spinnst du?“

„Warte doch’n Moment!“

Er stierte auf den Tacho.  Die letzten Meter  rollte  er aus und bremste dann sanft.

„Hurra! Ich habs mal wieder!“

„Was denn, verdammt?“

„Schau mal auf’n Tacho.“

Sie  schaute drauf.  „Wieso das denn?  Ach  so:  2017  komma neun. Okay, ganz witzig. Könn‘ wir jetz weiterfahrn?“

„Nein, nein, nein. Du verstehst nicht, kannst du ja auch gar nicht wissen! Ich hab da so ein Ritual…“

„Oh Gott ‑ er hat ein Ritual!“

„Ja  genau.  Weißt du,  ich bin ja nich besonders  abergläubisch,  aber jedesmal,  wenn der Tacho genau die  Jahreszahl und  den  Monat anzeigt,  der gerade  läuft,  dann  muß  ich einfach aussteigen und Gott dafür danken,  daß er mir dieses Jahr geschenkt hat. Und dann schenkt er mir nämlich noch ein Jahr. Kapiert? Ein Jahr ohne Sorge! Klappt immer!“

Er  stieg aus dem Wagen aus und sprang wie ein Irrer  auf dem  Seitenstreifen  herum.   Vollführte  allerlei  seltsame Verrenkungen und so’n Zeugs.  Bis ihn ein Lastwagen  erfasste und  gegen  die Leitplanke  schleuderte.  Während  sein  Blut eimerweise  über  die  Fahrbahn  rann,   öffnete  sie   die Beifahrertür, kotzte auf die Straße und murmelte: „Oh Gott.  Ich danke dir,  daß du mir ein weiteres Jahr  mit diesem Affen erspart hast.“